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11. September 2011
Jungjägerkurs 2011/2012 gestartet

13 Teilnehmer, darunter eine junge Frau, haben sich zum Vorbereitungskurs  der Jägerprüfung angemeldet. Der Kurs hat am 6. September begonnen und dauert bis zum 20. April 2012. Da der Kurs erst begonnen hat, können Interessenten noch einsteigen.

Das sogenannte "Grüne Abitur" wird in sechs verschiedene Fächer aufgegliedert: Wildtierkunde, Waffen- und Schießen, Jagdrecht, Jagdhunde, Wildhygiene und Naturschutz/Hegebetrieb. Neben dem theoretischen Unterricht und der praktischen Schieß-Ausbildung sind Reviergänge, ein Besuch des Wisentgeheges und der Jagdschau sowie ein Aufbruchtermin geplant.

Als Anreiz für den besten Lehrgangsteilnehmer wird ein Bockabschuss freigegeben.
 
Text und Bild: Sabine Wanrsmann

26. August 2011
Herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag - Auszeichnung mit der Wildhegespange

Seinen 70. Geburtstag feierte kürzlich unser Mitglied, Peter Koch, Springe, im Kreise von Freunden und Jagdfreunden. Der Leiter des Hegeringes II, Dietrich Freimann, und der Vorsitzende der Jägerschaft, Reinhard Ebeling, überbrachten mit musikalischer Unterstützung durch Mitglieder der Bläsergruppe die besten Glück- und Segenswünsche zu diesem besonderen Tag. Besonders wünschten sie Gesundheit und noch zahlreiche Jahre Guten Anblick und kräftiges Waidmannsheil.

Wer wie Peter Koch über 50 Jahre unserer Jägerschaft angehört, der hat in der Regel nicht nur treu seine Beiträge gezahlt, sondern der ist auch sonst irgendwie in Erscheinung getreten und hat Spuren und Erinnerungen hinterlassen.

Vielen anderen Jägern hat er in den Jahrzehnten, in denen er in Springe Jagdpächter ist, großzügig Jagdgelegenheit gewährt. Und auch heute gehen bei ihm noch zahlreiche revierlose Jäger mit auf die Jagd.

Er selbst hat neben der Jagd in Springe vieles ausprobiert und dabei großartige Erlebnisse gehabt, an denen er uns anschließend mehrfach mit Foto-Berichten teilhaben ließ: Eine Reise nach Australien etwa und die Berichte über eine Elch- und Bärenjagd oder die Reisen nach Afrika.

Phasenweise ist Peter Koch auch Petri-Jünger geworden und hat die Büchse gegen die Hochseeangel getauscht, um auf Marlin und Sailfish zu jagen. 

Kurzum: Peter Koch hat bisher ein bunt bewegtes Jägerleben gehabt.

Ein besonderes Anliegen war Peter Koch –trotz seiner Jagderfolge auf wesentlich größere Tiere- immer die Vielfältigkeit des Niederwildes. Das Nutzwild hat er in seinen Revieren stets unterstützt, z. B. durch das Auswildern von Fasanen, das Raubwild und Raubzeug hat er dagegen scharf bejagt. Für seine Jagdgäste galt immer die Ansage: Wer bei mir eine Sau erlegt, der muss dafür auch mindestens einen Fuchs schießen.

Peter Koch hat sich also über viele, viele Jahre -besonders um das Niederwild- verdient gemacht. Deshalb ist er von der Landesjägerschaft für seine Verdienste um das Deutsche Waidwerk im Allgemeinen und das Niederwild im Besonderen mit der DJV-Wildhegespange ausgezeichnet worden, die ihm der Vorsitzende im Nachgang zur diesjährigen Jahreshauptversammlung überreichen konnte. Peter Koch darf die Spange mit Recht und mit besonderem Stolz tragen.

Text: Reinhard Ebeling
Bilder: Oliver Koch

11. Juni 2011
Lerchenfenster-Programm 2011/2012 - Interessenten bitte melden

Die Jägerschaft Springe hat auch für das nächste landwirtschaftliche Wirtschaftsjahr Fördermittel aus dem Lerchenfenster-Programm beantragt. In welcher Höhe uns Mittel zugewiesen werden, steht noch nicht endgültig fest. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich der Erfolg dieses Programmes niedersachsenweit herumgesprochen hat, die Zahl der am Programm teilnehmenden Jägerschaften höher und damit die zu verteilenden Mittel für die einzelnen Jägerschaften knapper werden.

Sollten Sie interessierte Landwirte aus unserer Jägerschaft kennen, so melden Sie diese schon jetzt mit dem nachstenden Vordruck an den jeweils zuständigen Hegeringleiter. Vor Anmeldung sollten die Landwirte natürlich die Vergabe-Richtlinien kennen, die Sie hier finden.

Die spätere Mittelvergabe erfolgt nach dem Windhund-Verfahren. Bitte informieren Sie die interessierten Landwirte deshalb auch, dass eine Berücksichtigung und spätere Prämienzahlung seitens der Jägerschaft vor Anlage der Lerchenfenster noch bestätigt werden muss.

Text: Reinhard Ebeling
 
04. Juni 2011

Jägerprüfung 2011: Lehrgangs-Bester hatte Waidmannsheil

Der oder die Lehrgangsbeste erhält von der Jägerschaft in jedem Jahr die Möglichkeit, auf den ersten Bock zu waidwerken. In diesem Jahr "traf" es Friedrich Bohle aus Eldagsen, der sich gleich zu Beginn der Bockjagd intensiv darum bemühte. Seine Bemühungen waren schließlich schon nach kurzer Zeit von Erfolg gekrönt und "Der Erste" lag. Hierzu hat er uns einen kleinen Erlebnis-Bericht und ein Bild zugeschickt, das wir gern hier einstellen. Hierfür danken wir Dir, lieber Friedrich, und wünschen Dir weiterhin Viel Waidmannsheil.

Ausgelobt von der Jägerschaft Springe e.V. für das beste Prüfungsergebnis der Jägerprüfung 2011 hatte ich die Gelegenheit in fünf Einzeljagden meinen ersten Jährlingsbock zu erlegen. Am Sonntag, den 1. Mai, ging es um vier Uhr früh zum ersten Ansitz. Bei einer Bockjagd im Revier Osterwald gilt es vor allem leise an den Ansitz pirschen, um das Wild beim morgenlichen Ziehen auf die Äsungsflächen nicht zu stören. Die ersten Stunden waren eindrucksvoll und vergingen wie im Flug. Immer wieder kam Wild in Anblick, doch der erhoffte Jährlingsbock blieb aus. Dieses Phänomen sollte auch bei den drei darauf folgenden Ansitzen so bleiben. Beim fünften Ansitz, am Sonntag, den 8. Mai 2011, zeigte sich der erwartete Jährlingsbock schließlich nach anderhalb Stunden Ansitz direkt hinter der Kanzel. Der Wind küselte zwischen den Baumkronen und so bemerkte das junge Stück meine Anwesenheit nicht. Ungestört äste der junge Bock weiter entlang der Waldlichtung. Als er sich ca. 30 Meter von der Kanzel entfernt befand, machte ich mich bereit zum Schuss und brachte die 7x64 in Anschlag. Die folgenden Minuten vergingen wie in Zeitlupe. Ich wartete darauf, daß sich der Bock seitlich stellt und nicht durch den nahen Graben in die Walddickung verschwand. Kurz vor halb neun war es soweit, der Bock steht in 30 Meter Entfernung quer vor mir. Kammerschuss! Der Bock bleibt im Feuer liegen… Ein unvergesslicher Augenblick.

Aufgebrochen brachte der Jährling 13KG auf die Waage und meine erste Trophäe hat einen würdigen Platz an der Wand gefunden. 

Hierfür möchte ich mich nochmals bei der Jägerschaft Springe bedanken. Mit Waidmannsheil

Friedrich Bohle jun.

 

 

 

 

Text: Friedrich Bohle / Reinhard Ebeling
Bild: Friedrich Bohle

4. Juni 2011
Lerchenfenster-Programm in der Jägerschaft ein voller Erfolg

Im Bereich der Jägerschaft Springe haben zehn Landwirte u.a. den Lerchen, Rebhühnern und Kiebitzen wieder mehr Platz zum ungestörten Brüten geschaffen.

Es wurden 67 sogenannte Lerchenfenster angelegt, die von dem Springer Biobauern und Obmann für Naturschutz der Jägerschaft Springe, Friedrich Bartels, Hegeringleiter Dietrich Freimann und Öffentlichkeitsobfrau Sabine Warnsmann vorgestellt wurden.

Die Landesjägerschaft Niedersachsen als anerkannter Naturschutzverband fördert das Programm mit einer  Prämie von 10,00 € pro Fenster.

Diese  Lerchenfenster werden durch künstliche Fehlstellen im Wintergetreide angelegt, um so den bodenbrütenden Leitarten der Feldflur wieder vermehrt Brut- und Aufenthaltsplätze zu bieten und damit sie so rechtzeitig vor ihren Fressfeinden, wie Fuchs und Marder, durch ein freies Sichtfeld und bessere Feinderkennung rechtzeitig flüchten können.

Die Jägerschaft dankt allen beteiligten Landwirten für die Teilnahme an dieser Naturschutz-Maßnahme, denn ohne sie und das Zur-Verfügung-Stellen von Flächen hierfür kann ein solches Programm nicht erfolgreich sein.
 
Text: Sabine Warnsmann
Bild: Tobias Lehmann
 
04. Juni 2011
Jahreshauptversammlung der Jägerschaft
Hohe Auszeichnungen für Wilhelm Puchmüller und Bernd Ockenfeld

Eine besondere Ehrung erfuhr Herr Wilhelm Puchmüller, Altenhagen I, anläßlich der diesjährigen Jahreshaupt-Versammlung am 6. Mai im Ratskeller Eldagsen. Vorsitzender Ebeling würdigte in seiner Laudatio das lebenslange Wirken Puchmüllers sowohl national wie auch international. Puchmüller erhielt dafür die Verdienstplakette der LJN in Gold. Er ist damit das einzige Mitglied, das diese hohe Auszeichnung vorweisen kann.

Bernd Ockenfeld, Springe, wurde mit dem Naturpfleger-Verdienstabzeichen ausgezeichnet. Bei ihm wies Ebeling insbesondere auf das über Jahrzehnte hohe Engagement im Naturschutz hin. Auch sei es ihm zu verdanken, dass auf heimischer Ebene ein völlig unverkrampfter und konstruktiver Umgang der auf Bundesebene häufig zerstrittenen Verbände NaBu und Jägerschaft bestehe.

Siegfried Helmich bekam die LJN-Verdienstnadel in Bronze verliehen und Monika Bönsch erhielt das Bläser-Verdienstabzeichen in Silber. Für ihre besonderen Verdienst um Wild und Lebensraum erhielten Rudolf Betram sen, Eldagsen, und Peter Koch, Springe, das Wildhegeabzeichen.

 

 

Weiter wurden zahlreiche Mitglieder wurden für die Mitgliedschaft in der Jägerschaft für 25 bis 60 Jahre Treue geehrt.

(Foto von links: Volker Gniesmer, Herbert Vesting, Karl Dörpmund, Ernst Rodewald, Eckhardt Hölscher, Dieter Garve, Horst Wittrock, Olav von Witzleben, Siegfried Gebhardt, Friedel Cleve und Hans Grundmeier)

 

 

 

 

9 von 10 TeilnehmerInnen des diesjährigen Vorbereitungs-Lehrganges schafften ihr „Grünes Abitur“ und dürfen künftig mit uns waidwerken. Zur bestandenen Prüfung unseren herzlichen Glückwunsch, besonders an Friedrich Bohle, Eldagsen, der nun als Lehrgangs-Bester auf den von der Jägerschaft hierfür ausgelobten Rehbock jagen darf. (Foto von links: Vanessa Korzenski, Sabine Warnsmann, Volker Bornkessel, Friedrich Bohle, Heidi Flörke-Wittek und der Lehrgangsleiter Detlef Hoppe. Es fehlen: Markus Bormann, Ernst-Leon Hahne, Jürgen Ehlers und Uwe Kreipe)

Einen großen Teil der Tagesordnung bestimmte das Thema Wahlen. Die Mitglieder der Jägerschaft Springe haben ihren Vorstand mit dem Vorsitzenden Reinhard Ebeling im Verlauf der Jahreshauptversammlung einstimmig im Amt bestätigt. Stellvertretender Vorsitzender bleibt Volker Gniesmer, Bennigsen, die Geschäftsführung liegt weiter in den Händern von Detlef Hoppe, Gestorf und um die Finanzen kümmert sich unverändert Angelika Freimann-Vornkahl, Oerie. Auch die Obleute, Monika Bönsch, Jagdhornblasen, Friedrich Bartels, Naturschutz, Dirk Feustel, Schiesswesen und Sabine Warnsmann, Öffentlichkeitsarbeit, wurden bestätigt. Siegfried Helmich, Obmann für Hundewesen gab seinen Posten an Detlef Hoppe ab. Ferner sprachen sich alle für die Wiederwahl des bisherigen Kreisjägermeisters Dr. Wilhelm Burgdorf aus Pattensen für die kommende Wahlperiode aus. 

Nach kurzer Diskussion wurde eine Beitrags-Erhöhung von € 50 auf € 60 Euro ab 01.01.2012 beschlossen. Hiervon sollen u. a. Rücklagen für künftige Anschaffungen von Lehrgangswaffen für den Jungjäger-Lehrgang gebildet werden, da die vorhandenen Waffen zum großen Teil nicht mehr funktionstüchtig sind. 

Laut Streckenbericht für das Jagdjahr 2010/2011 wurden 7 Stücke Rotwild, 115 Stücke Damwild und 422 Stücke Rehwild erlegt. Beim Schwarzwild stieg die Anzahl der Stücke auf 586, was auch auf den vermehrten Anbau von Mais zurückzuführen ist. Bei den Waschbären hat sich die Zahl der erlegten Waschbären von 45 auf 85 Stücke erhöht. Die Bedrohung der Neozone hat sich auch bei den Hasen, deren Strecke von 183 auf 132 Stücke gesunken und Fasanen (80 % Rückgang) gezeigt.

Text und Bilder: Sabine Warnsmann
 
4. Juni 2011
Protokoll der Hegeringversammlung am 9. März 2011 im Hegering II
 
Nach dem durch die Jagdhornbläser vorgetragenen  Signal Begrüßung eröffnet Hegering-Leiter Freimann die Versammlung, dankt den Mitgliedern für ihr Erscheinen und begrüßt besonders Volker Gniesmer, als zweiten Vorsitzenden der Jägerschaft und Referenten des Vortrages sowie Herrn Dr. Gerd-Andres Günther, den Leiter des Hegeringes I. Anschließend gibt er seinen Jahresbericht ab und nimmt zusammen mit Volker Gniesmer Stellung zu folgenden Punkten:
  • Zur Neubesetzung des DJV Präsidiums im Juni 2011 ist ein Nachfolger für den derzeitigen Präsidenten Jochen Borchers zu finden. Auf Vorschlag des LJN wird Hartwig Fischer, MdB, gegen  Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Schleswig Holstein, antreten.
  • Es wird noch einmal die Dringlichkeit der Räumung von Unfallwild auf Bundes- und Landesebene dargelegt.
  • Da sich das Schwarzwildes durch den verstärkten Anbau von Mais stark vermehrt hat, wurde vom DJV ein Modellvorhaben über Schwarzwildbewirtschaftung in der Agrarlandschaft entwickelt, die sogenannten Bejagungsschneisen. Der Landwirt kann diese Schneisen einfräsen oder häckseln oder aber auch Schneisen aus Getreide oder Gras gleich im Frühjahr einsäen. Wichtig für den Landwirt ist, dass diese Flächen im Beihilfeantrag nicht gesondert beantragt werden müssen. Es wird besondere Nutzungscodes geben.
  • Zur Zwangsmitgliedschaft in Genossenschaften wird berichtet, dass vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (Kleine Kammer) beschlossen wurde, dass alle Eigentümer von Agrarflächen Mitglied einer Jagdgenossenschaft sein müssen und somit einer flächendeckenden Bejagung und Hegeverpflichtung unterliegen.
  • Die LJN hat eine neue Mitarbeiterin, Dipl.-Biologin Britta Habbe, eingestellt. Sie ist am Institut für Wildtierforschung tätig und beschäftigt sich dort mit dem Themenbereich „Wolf-Forschung und Kommunikation“ mit dem Ziel, ein konfliktarmes Miteinander zwischen Menschen und der neuen/alten Tierart Wolf herbeizuführen. Da sich neben Sachsen auch in der Lüneburger Heide und in Sachsen-Anhalt der Wolf schon eingefunden hat, sollte er unbedingt unter die Obhut des Jagdgesetzes gestellt werden. Somit könnten die Jäger den erforderlichen Schutz gewährleisten. Der Wolf wird seitens der Jägerschaft einhellig begrüßt, wenn sicher auch nicht jeder einzelne Jäger über die Rückkehr des Wolfes begeistert ist.
  • Hegeziel gemäß  Jagdgesetz ist die Erhaltung und nachhaltige Nutzung eines gesunden, sozial richtig strukturierten Schalenwildbestandes mit größtmöglicher Artenvielfalt. Da die Strecken von Rehwild, Rot- und Damwild in einigen Revieren stark angestiegen sind und hohe Schäden im Wald zur Folge haben, möchte das Landwirtschaftsministerium eine Wald-Wild-Kommission ins Leben rufen, die dann auch bei Fragen vor Ort unterstützend zur Seite steht.
  • Im  letzten Jagdjahr ist die  Strecke an erlegtem Niederwild stark zurückgegangen. Josef Schröer, Vizepräsident des LJN, hat sich diese Problematik zum Thema gemacht. Es gilt für die Jäger nach wie vor, Raubwild und -zeug zu bejagen und in Verbindung mit den Landwirten Deckung zu schaffen. Dazu ist das Hegebusch-Programm ausgezeichnet geeignet. Es wird angemerkt, dass die Kosten der Pflanzungen auf Antrag immer noch mit 75 % bezuschusst werden.
  • Auch in diesem Jagdjahr werden vom LJN wieder angelegte Lerchenfenster mit Entschädigungsbetrag von 10,-- € für eine Brachfläche von ca. 20 qm gefördert. Eine Studie aus England besagt, dass ca. 50 % der angelegten Fenster nicht nur von Lerchen, sondern auch von Kiebitz, Fasan, Rebhuhn und Hasen angenommen werden. Im Hegering II haben 10 Landwirte insgesamt 64 Lerchenfenster angelegt. Im Frühjahr werden Hinweisschilder zur Information für die Öffentlichkeit aufgestellt.
  • Ab kommenden Jagdjahr wird die Jägerprüfung voraussichtlich modifiziert und neben weitren Änderungen zusätzlich der laufende Keiler zu beschießen sein.
  • Herr Freimann dankt den Jagdhornbläsern für ihren Einsatz im vergangenen Jahr und auch die Hundeführer werden erwähnt, die beim Hubertusfest jedes Jahr wieder ein Publikumsmagnet sind. Auch hierfür herzlichen Dank. Ebenfalls Dank für die Arbeit der Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit und auch deren Wirken im Hegering II.

Herr Helmich, Hundeobmann unserer Jägerschaft, berichtet über den Hundelehrgang. Im letzten Jahr haben 4 Hunde die Prüfung bestanden. Herr Helmich bedankt sich nochmals, besonders bei der Familie Lockhausen, für die Nutzung des Reviers, da nur so die Arbeit mit den Hunden möglich wird.

Ferner wird das noch nicht beschlossene Gesetz der Landesregierung vorgestellt, das jeden neuen Hundehalter anhält, eine Prüfung zur Haltung und Führung eines Hundes zu absolvieren. Herr Helmich bemerkt, dass zukünftig auch in der Jungjägerausbildung besonders darauf eingegangen werden sollte.

Herr Freimann verliest und bespricht den Streckenbericht 2010/2011 und weist noch  einmal eindringlich auf die Untersuchung von Blutproben vom Schwarzwild bezüglich der Schweinepest hin. Auch Füchse sind bei Verdacht auf Krankheiten untersuchen zu lassen, denn es sind Fälle von Räude und Staupe aufgetreten.

Wildkatzen sind wieder in den Revieren anzutreffen.

Er weist auf die Fallenjagd auf Waschbär und auch die verstärkte Krähenbejagung hin. Es sollten auch die Jungjäger angesprochen werden. Eine Ausrüstung zur Krähenbejagung kann beim Hegering II  ausgeliehen werden.

Danach verliest er ein Schreiben von Herrn Menzel, in dem der Abschuss von Sikawild in einigen Gemarkungen gefordert wird.

Sabine Warnsmann verliest den Kassenbericht, von Kassenprüfer Horst Theobald wird Entlastung für den Vorstand beantragt, der von den Mitgliedern gewährt wird.

Als neuer Kassenprüfer wird Jörg Rastenburg gewählt, er nimmt die Wahl an.

Herr Bartels, Obmann für Naturschutz, weist auf Pflanzaktionen evtl. mit dem Jungjägerkurs hin. Interessenten bitte melden. In Sachen Wolf vertritt er einen anderen Standpunkt als die Jägerschaft und äußert seinen Unmut über die Rückkehr des Wolfes.

Der Hegering-Leiter weist auf das diesjährige Hegeringschießen auf dem Oberg am 7. Mai hin und bittet um zahlreiche Teilnahme. Der Hegering übernimmt die Kosten für das Schießkino.

Herr Dr. Günther weist auf das Hegeringschießen seines Hegeringes I auf der Holzmühle am 30. April hin.

Abschließend folgt ein sehr interessanter Vortrag von Volker Gniesmer über das aktuelle Waffengesetz. Er beantwortet im Anschluss die Fragen der Mitglieder.

Herr Freimann schließt die Versammlung um 21.00 Uhr.

Text: Sabine Warnsmann

28. März 2011
Engagierte Mitglieder für Mitarbeit im Vorstand gesucht
 
Wegen beruflich starker Beanspruchung oder wegen Erreichens der Altersgrenze sind auf absehbare Zeit einige Wechsel bei der Besetzung der Obleute-Funktionen unumgänglich. Es geht um die Bereiche Naturschutz, Schießwesen, Hundewesen und die laufende Aktualisierung und Pflege unserer Homepage.

Wer sich eine aktive Mitarbeit im Vorstand vorstellen kann, der ist herzlich aufgefordert, sich mit Volker Gniesmer, Detlef Hoppe oder mir in Verbindung zu setzen. Wir würden uns über Ihr Interesse sehr freuen.

Text: Reinhard Ebeling
 
8. März 2011
Revierinhaber- und Hegeringversammlung des Hegering I
Jürgen Kuschnereit erhält das Goldene Rebhuhn - Hegering ehrt Gestorfer für besonderen Einsatz für die Natur

Die diesjährige Revierinhaber- und anschließende Hegeringversammlung des Hegeringes I fand am 23. Februar 2010 in Jeinsen im Gasthaus „Zu den Linden“ statt. 

Im Rahmen der Revierinhaberversammlung erfuhr Jürgen Kuschnereit, Gestorf, eine besondere Auszeichnung: Die Verleihung des "Goldenes Rebhuhn". Mit dem goldenen Rebhuhn werden Personen (Nichtjäger) ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um den Erhalt der Natur verdient gemacht haben. Die Ehrung in Form einer Urkunde und Nadel wurde Kuschnereit (Bild Mitte) von Hegeringleiter Dr. Gerd-Andres Günther (Bild rechts) und seinem Stellvertreter, Manfred Bothe, überreicht.


Dr. Günther lobte den vorbildlichen Einsatz von Kuschnereit für die Natur. Für den engagierten Naturliebhaber würde der Erhalt der natürlichen Biotope für Tiere und Pflanzen eine große Rolle spielen, betonte er. Als besonders erwähnenswert würdigte er, dass Jürgen Kuschnereit für Ersatz unter den von Raubvögeln dezimierten Rebhühner-Ketten in der Gestorfer Gemarkung gesorgt hat.
 
Der Geehrte  revanchierte sich für  die ihm zuteil gewordene Auszeichnung mit der Feststellung: "Ich empfinde vor der Jägerschaft große Achtung, weil die Jäger in jüngster Zeit immer mehr von reinen Jäger zu Hegern und Naturschützern geworden sind". Ähnliches könne er auch von seinen  Berufskollegen sagen. Leider gibt es auch unter ihnen -wie überall- schwarze Schafe, die es z. B. beim Einsatz von Herbiziden nicht so genau nehmen, ebenso beim Rückschnitt von Gehölzen und dem nicht erlaubten Dezimieren von Randstreifen an den Feldwegen, die dadurch immer schmaler werden. "Wenn es auch nur wenige sind, die auf diese Weise den guten Ruf der Landwirtschaft auf´s Spiel setzen, dafür habe ich nicht das geringste Verständnis", schloss Kuschnereit sein bemerkenswertes Statement.

 

Pünktlich um 20.00h erklang aus den Jagdhörnern  der Bläsergruppe zur Eröffnung der Hegeringversammlung die „Begrüßung“. Hegeringleiter Dr. Günther begrüßte die Mitglieder. Nach seinem Jahresbericht und dem von Angelika Freimann-Vornkahl vorgetragenen Kassenbericht entlastete die Mitgliederversammlung den Vorstand. Als Kassenprüfer wurde Jobst Lütgeharm, Pattensen, neu gewählt.

Der Jägerschaftsvorsitzende, Reinhard Ebeling, berichtete über die Rückkehr des Wolfes. Er betonte das der Wolf  kein jagdbares Wild ist, vielmehr genießt er absoluten Schutz. Des weiteren hob er hervor, dass in der Jägerschaft die Aktion "Lerchenfenster" gut angenommen wurde. Ein Lerchenfenster ist eine gewollte Fehlstelle in Getreideflächen. Die Anlage eines solchen Fensters ist einfach: Während der Einsaat wird die Sämaschine für ein paar Meter angehoben. Auch eine nachträgliche Anlage, z.B. durch Grubbern, ist möglich. Adulte Feldlerchen können diese Fehlstellen als „Anflugschneisen“ nutzen, ihre Nester legen sie dann im umliegenden Getreide an. Dort finden sie die benötigte Deckung, doch durch die Fenster ist der Bestand auch für die Jungen immer noch hell genug. Neben der Feldlerche profitieren auch andere Arten wie Rebhuhn, Goldammer oder Feldhase von der Anlage der Lerchenfenster.

Kreisjägermeister Dr. Wilhelm Burgdorf  wies auf die Fallwildproblematik auf den Kreis- und Regionsstraßen hin.

Zum Abschluss der  Versammlung wurden zwei Kurzfilme über Krähen- und Gänsejagd gezeigt.

Text: Angelika Freimann-Vornkahl
Bild: Sabine Wanrsmann