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Jagdhornblasen in der Jägerschaft Springe
In der langen kulturellen Entwicklung der Jagd sind Bräuche entstanden. Das Jagdhornblasen ist eine von vielen Arten der Brauchtumspflege, die durch die Jäger der Jägerschaft Springe, gepflegt werden.

Gefesselt hängt´s mir an der Hüfte
Des Waidmanns Schmuck und blanke Zier,
früh weckt es durch die Morgenlüfte,
bläst an die Jagd: auf ins Revier!
Es mahnet die Hunde,
es gellt in der Not
es lockt in der Runde,
es schmettert „Hirschtot“!
(Joh. Val. Görner, 1744)
Das Jagdhornblasen ist ein lebendiger Teil des jagdlichen Brauchtums. In Deutschland gibt es derzeit rund 35000 aktive Jagdhornbläser. Jagdsignale ermöglichen eine reibungslose, Unfall hemmende Leitung von Gesellschaftsjagden. Und im Verblasen der Strecke wird die Achtung vor der Schöpfung versinnbildlicht. Zu passender Gelegenheit tragen die auf B-Naturhörnern geblasenen schlichten Jägermärsche und Jagdfanfaren gewiss zu einem positiven Bild der Jägerschaft bei. Und auch gesteigerter musikalische Ausdruckswille kommt angemessen zur Geltung, was Es-Parforcehorngruppen gerade auf Hubertusmessen beweisen.
In der Jagdhornbläsergruppe der Jägerschaft Springe sind z. Zt. 35 Aktive. Alle Bläserinnen und Bläser betreiben diese Tradition mit Freude an der Musik und in Kameradschaft.
Wir freuen uns über Interessenten an unserer Bläsergruppe, denn jeder kann es erlernen.
Übungsabend jeden Dienstag in Springe-Völksen, im Gasthof „Zur grünen Linde“, um 20.00 Uhr.
Wenn wir mit diesen Seiten Ihr Interesse geweckt haben oder Sie uns etwas mitteilen möchten, freuen wir uns über jede von Ihnen zugesendete Nachricht.
Sie können uns auch telefonisch erreichen:
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Bläserobfrau :
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Monika Bönsch
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Tel.: 05041-61287
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Musikalischer Leiter:
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N. N.
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Zu guter Letzt:
Das Jagdhorn dient als ältestes Verständigungsmittel bei der Ausübung der Jagd. Ein Handy ist im entferntesten Sinne ein „neuzeitliches Horn“. Es wird heute häufig bei der Jagd eingesetzt. In manchen Situationen ist es sehr sinnvoll, aber ersetzen sollte es das traditionelle Jagdhorn auf keinen Fall.
Das Fürst Pless Horn ist das, auf Jagden, am häufigsten gebrauchte Horn. Die bestehende Vereinheitlichung der deutschen Jagdsignale in einer offiziellen Fassung des DJV macht Sinn. So können der mecklenburgische Gänsejäger und der Hinterländerische Schwarzwildjäger gemeinsam auf einer Drückjagd im Deister (niedersächsisches Mittelgebirge) blasen, ohne dass es Missverständnisse weder für sie noch für Zuhörer gäbe.
Seit dem Mittelalter wird Jagdmusik, auf Metallhörnern verschiedener Bauart, bei der Jagdausübung oder Veranstaltungen in Verbindung mit der Jagd geblasen. Aus einfachen, rhythmischen Tonwiederholungen in der Frühzeit (mit dem „Oliphant“) bis zum Mittelalter (mit dem „Hifthorn“) hat sich durch die Fortentwicklung der Horninstrumente, beginnend im 16. Jahrhundert, vor allem von den Fürstenhöfen in Frankreich aus, eine charakteristische Jagdmusik entwickelt. Von den deutschen Fürstenhöfen wurden die französischen Jagdfanfaren mit kleinen Veränderungen übernommen.