Sie sind hier: Bergung und Entsorgung von Unfallwild

6. Mai 2010
Straßenmeisterei Wennigsen übernimmt "Regions-Vereinbarung" für Stadtgebiet Springe

Bisher war nur für die Kreisstraßen innerhalb der Region Hannover die unten beschriebene Vereinbarung getroffen worden. Mit der für Bundes- und Landesstraßen zuständigen Landesstraßenmeisterei Wennigsen wurde diese Vereinbarung nun für die Bundes- und Landesstraßen in deren Zuständigkeitsbereich übernommen.

Die Straßenmeisterei Wennigsen ist offensichtlich für das gesamte Stadtgebiet Springe zuständig. Bei Zweifeln über die Zuständigkeit wenden sich Revierinhaber bitte an die Hegeringleiter, denen eine genaue Karte über den Zuständigkeitsbereich vorliegt. Sollte es also hier auf Bundes- oder Landesstraßen zu Unfällen kommen, so ist der unten beschriebene Ablauf (Vereinbarung mit der Region) analog anzuwenden. Es ist in diesem Fall der Vordruck Rechnung für Wildunfall an die Straßenmeisterei Wennigsen, Gottlieb-Daimler-Str. 23, 30974 Wennigsen zu senden.

Leider wurde eine Übernahme der "Regions-Vereinbarung" von den übrigen Landesstraßenmeistereien abgelehnt, so auch von der Straßenmeisterei Sarstedt. Diese Straßenmeisterei ist nach aktuellem Kenntnisstand u. a. für das gesamte Stadtgebiet Pattensen zuständig. Wir haben innerhalb unserer Jägerschaft nun also die unerfreuliche Situation, dass Revierinhaber im Stadtgebiet Springe für Bergung und Entsorgung auf allen Bundes-, Landes- und Kreisstraßen entschädigt werden, im Stadtgebiet Pattensen dagegen nur auf Kreisstraßen.

Den Pattenser Waidgesellen kann deshalb nur empfohlen werden, auf die Aneignung von Unfallwild auf Bundes- und Landesstraßen künftig generell zu verzichten und keine kostenlose Räumung für die Straßenmeisterei Sarstedt mehr zu übernehmen. Es wird davon ausgegangen, dass die Straßenmeisterei Sarstedt verhandlungsbereiter sein wird, wenn sie den wahren Umfang unserer bisher kostenlosen "Dienstleistung" erkennt, weil wir uns künftig verweigern.

Reinhard Ebeling

6. Mai 2010
Unfallwild auf Regionsstraßen: Ablaufbeschreibung, Zuständigkeiten, Vordrucke

Hier kommen nun weitere Informationen zu der neuen Vereinbarung mit der Region Hannover.

  1. Alle Straßen im Bereich unserer Jägerschaft gehören zum Zuständigkeitsbereich der Kreisstraßenmeisterei Ronnenberg. Ihre Auszahlungsanträge richten Sie bitte mit dem hier abrufbaren Vordruck Rechnung für Wildunfall an diese Stelle.
  2. Wie Sie aus dem Vordruck ersehen können, zahlt die Region nur gegen Nachweis in Form einer Rechnung der Entsorgungsfirma SecAnim. Sie müssen also die SecAnim beauftragen, das Unfallwild bei Ihnen abzuholen, dann die Rechnung dieser Firma abwarten und bezahlen und anschließend Ihre Rechnung (Pauschale und Erstattung der an die SecAnim verauslagten Kosten) nach Ronnenberg senden.

Hier sind die Kontaktdaten der Fa. SecAnim:

SecAnim GmbH, Rauhes Gehege 1, 39307 Mützel
Telefon: 03933-9330-33

Reinhard Ebeling

31. März 2010
Unfallwild auf Regionsstraßen: Vereinbarung ab 01.04.2010

Nach langwierigen Verhandlungen ist es gelungen, mit der Region Hannover eine Vereinbarung ab 01.04.2010 zu treffen. Die Region Hannover wird die bisher durch die Jäger kostenlos erbrachte Leistung (Bergung von Unfallwild auf Regionsstraßen und Entsorgung) künftig pauschal vergüten und daneben die für die Entsorgung der Wildkörper anfallenden Kosten übernehmen. Die entsprechenden Schriftstücke sind den Revierinhabern in den letzten Tagen bereis zugegangen.
 
Die Regelung soll vom 01.04.2010 bis zum 31.03.2011 Anwendung finden. Über eine evtl. Folgeregelung wird zu gegebener Zeit mit der Region verhandelt werden.
 
Mit dieser Regelung anerkennt die Region Hannover erstmals die schon seit Jahrzehnten durch die Jäger erbrachte Leistung, u. a. zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit. Die Vorsitzenden der Regions-Jägerschaften sind der Meinung, dass mit dieser Regelung ein großer Erfolg für die Jäger in der Region Hannover im Allgemeinen und die Revierinhaber im Besonderen erzielt wurde.
 
Deshalb wurde der Region Hannover zugesagt, dass die Jägerschafts-Vorstände den Revierinhabern empfehlen werden, künftig auf der Basis der Vereinbarung Fallwild auf Regionsstraßen zu bergen und zu entsorgen. Selbstverständlich sind die Revierinhaber in ihrer Entscheidung nicht an diese Empfehlung gebunden: Wenn sie entsorgen, dann bekommen sie den entsprechenden Kostenersatz, falls sie sich das Fallwild nicht aneignen, muss die Region die Bergung und Entsorgung selbst vornehmen.
 
Wir bitten die Revierinhaber dennoch eindringlich, entsprechend zu handeln. Sollte die Region aufgrund von Verweigerung mehrerer Revierinhaber in zu vielen Fällen selbst tätig werden müssen, würde dies unseres Erachtens die Absprache einer Folge-Regelung deutlich erschweren.
 
Abschließend noch eine wichtige Information:
 
Durch diese Regelung ändert sich nichts an der bisherigen Verfahrensweise und Rechtslage. Wenn Revierinhaber die Bergung durchführen, dann tun sie dies –wie bisher- aus eigenem Interesse und auf eigenes Risiko. Rechtsansprüche, die über die o. a. Entschädigung hinausgehen, können weder gegenüber der Region Hannover noch –aus unserer obigen Empfehlung- gegenüber der Jägerschaft Springe e. V. abgeleitet werden.
 
Reinhard Ebeling

20. Februar 2010

Unfallwild auf Regionsstraßen, Aktuelle Infos I

Die Region Hannover hat den Jägerschaften jetzt einen konkreten Vorschlag für eine künftige Vereinbarung unterbreitet, der sich allerdings in den wesentlichen Punkten von dem Vorschlag der Jägerschaften unterscheidet.

Die Vorsitzenden der Regions-Jägerschaften haben diesen Vorschlag erörtert und sind zu dem Schluss gekommen, dass hier weiterer Gesprächsbedarf mit der Region Hannover besteht. Dies haben wir der Region Hannover mit nochmaligem Hinweis darauf, ggf. ab 01.04.2010 nicht mehr für Fallwild-Entsorgungen bereit zu stehen, mitgeteilt.

Sobald sich etwas Neues ergibt, informieren wir Sie hier aktuell.

Reinhard Ebeling

26. Januar 2010
Unfallwild auf Regionsstraßen

Bekanntlich darf Unfallwild nach geltendem Recht nicht mehr zum Eigenverbrauch verwendet, sondern muss in der Regel über ein Tierkörper-Beseitigungsunternehmen entsorgt werden. Dies ist neben der bisher ohnehin schon unentgeltlich für die Region Hannover vorgenommenen Bergung dann künftig für die Revierinhaber auch noch mit Kosten verbunden.

Bereits seit längerer Zeit sind die Vorsitzenden der Jägerschaften in der Region Hannover deshalb mit der Region Hannover im Kontakt wegen einer Vereinbarung betreffend die künftige Handhabung. Wir haben angeboten, die Bergung und Entsorgung weiter für die Region Hannover (Straßenbaulastträger) zu übernehmen, wenn uns entstehender Aufwand honoriert und entstehende Kosten ersetzt werden.

Offenbar herrscht in Teilen der Region Hannover noch immer Unklarheit über die aktuelle Gesetzeslage. So wurde erst unlängst wieder vernommen, dass die Region keine Handlungs-Notwendigkeit sieht, weil die Jäger ja entsorgungs-pflichtig seien. Da kann man nur anmerken: Ein Blick ins Gesetzbuch erleichtert die Rechtsfindung!

Wie dem auch sei: Bis heute hat die Region Hannover keinen verhandelbaren Vorschlag vorgelegt und auch nicht zu unserem Vorschlag Stellung genommen.

Wir haben der Region deshalb mitgeteilt, dass wir ab 01.04.2010 nicht mehr für diese kostenlose Dienstleistung zur Verfügung stehen und empfehlen allen Revierinhabern, die Aneignung verunfallten Wildes ab 01.04.2010 generell zu verweigern. Sollte sich in der nächsten Zeit eine Änderung der aktuellen Sachlage ergeben, so informieren wir Sie selbstverständlich kurzfristig.

Reinhard Ebeling