Sie sind hier: Neuregelung der Trichinen-Untersuchung

6. Mai 2010
Neuerungen bei der Trichinenschau, Letzte Infos

Erst jetzt ist dem Vorstand das Infoblatt der Region Hannover bekannt geworden, in dem die Trichinenuntersuchung ab 15.03.2010 abschließend geregelt wird. Das Merkblatt steht hier zum Download bereit.

Reinhard Ebeling

14. März 2010
Neuerungen bei der Trichinenschau, Aktuelle Infos IV

In einer Zusammenkunft am 10. März 2010 haben sich die Vorsitzenden der Regions-Jägerschaften mit der neuen Situation (s. u.) befaßt.

Wir sind übereinstimmend zu dem Schluss gekommen, dass die Region offenbar nur zu dieser geringen Konzession bereit ist. Wenngleich die neue Regelung -so wie sie uns derzeit bekannt ist- meines Erachtens nur ein Alibi für den zwischenzeitlich offenbar entstandenen, politischen Druck darstellt, werden wir Jäger wohl oder übel mit dieser Situation leben müssen. Mangels rechtlicher Handhabe gegen die übereilte und unzureichende Regelung wird seitens der Jägerschaften deshalb kein weiterer Gesprächsversuch unternommen werden.

Wir werden jedoch nicht müde werden, unsere Unzufriedenheit mit dieser unzulängliche Regelung wo immer es geht auch bei unseren politischen Vertretern kundzutun.

Ich gehe davon aus, dass die Region die Revierinhaber in Kürze über die endgültige Regelung schriftlich informieren wird.

Reinhard Ebeling

3. März 2010
Neuerungen bei der Trichinenschau, Aktuelle Infos III

Mit heutigem Eingang hat die Region Hannover auf das Protestschreiben der Jägerschaft geantwortet.

In ihrer Antwort teilt die Region mit, dass die Einrichtung der geplanten 4 Annahmestellen in der Region Hannover (für die Jäger der Jägerschaft Springe sei dies in Wennigsen) unabhängig vom Gebiet der existenten Jägerschaften nach dem Gesichtspunkt einer räumlich gleichmäßigen Verteilung erfolge.

In dem Schreiben wird noch ein weiterer, unserem bisherigen Informationsstand nicht entsprechender Punkt genannt: Die Abholung der Proben bei den Annahmestellen erfolgt nur jeweils am Montag, da an den weiter angedachten Tagen Dienstag und Freitag im Vergleich deutlich weniger Proben angeliefert würden. Faktisch heißt dies, dass bei Erlegung eines Stückes Schwarzwild am Montag-Abend die Probe erst am nächsten Montag bei der Annahmestelle abgeholt und man so vermutlich erst am nächsten Tag das Ergebnis bekommen würde. Die Frage einer zwischenzeitlichen Verwertung des Wildprets lässt die Region offen.

Übrigens stehe ja den Jägern auch der Weg ins Regions-Gebäude in der Hildesheimer Straße oder zum Schlachthof in der Röpkestraße) und sogar der Versand in feuchtigkeitsauslaufsicherer Verpackung offen. Insofern sei die Erhöhung der Abholfrequenzen und die Einrichtung weiterer Sammelstellen nicht geplant und würde unweigerlich zu einem unverhältnismäßig hohen Anstieg der Untersuchungsgebühr führen.

Durch die ungeschickte, vorschnelle, wenig durchdachte und zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht erforderliche Neuregelung des Untersuchungsablaufes hat die Region uns Jäger in echte Probleme gestürzt. Insofern sah sie sich schon nach kurzer Zeit einer großen Kritik, auch aus dem Kreis der Regionsabgeordneten, ausgesetzt. Deshalb entsteht aktuell mehr der Eindruck, dass diese -schon durch die angedachte Abholfrequenz- völlig unpraktikable Modifizierung des ursprünglich geplanten Ablaufes mehr als Alibi dienen soll, als dass Einsicht entstanden ist, dass hier ein Fehler gemacht wurde. Den müßte ja schließlich auch irgendwer verantworten. Und deshalb kann man nun wohl schlecht zurück rudern.

Es wird kurzfristig eine Absprache unter den Vorsitzenden erfolgen, wie wir darauf reagieren wollen. Hierüber werden Sie wieder zeitnah informiert.

Abschließend noch einmal der Hinweis: Jedes erlegte Stück ist untersuchen zu lassen! Eine Unterlassung ist eine Straftat!

Reinhard Ebeling

19. Februar 2010
Neuerungen bei der Trichinenschau, Aktuelle Infos II

Wie dem Vorstand zugetragen wurde, steht die Ablehnung der Einrichtung einer zusätzlichen Annahmestelle im Bereich unserer Jägerschaft zu befürchten.

Der Vorstand hat heute ein Protestschreiben an die Region Hannover gerichtet, in dem darauf hingewiesen wird, dass dies für uns nicht akzektabel ist. Schon die Tatsache, dass im Bereich jeder anderen Regions-Jägerschaft mindestens eine Annahmestelle existieren soll, nicht aber im Bereich Springe/Pattensen, stellt eine schwere Ungleichbehandlung dar. Sobald sich neue Ergebnisse einstellen, werden wir Sie hier wieder unterrichten.

Abschließend noch ein Hinweis: Bei allem Verständnis über die berechtigte Verärgerung (auch im Vorstand sind Revierinhaber vertreten!) darf die derzeitige Situation nicht dazu führen, dass wir bei der Schwarzwild-Bejagung nachlassen. Und: Jedes erlegte Stück ist untersuchen zu lassen! Eine Unterlassung ist keinesfalls ein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, die umso mehr zu verurteilen ist, seit im Harz und der Lüneburger Heide in jüngster Vergangenheit wieder positive Trichinen-Befunde aufgetreten sind.

Reinhard Ebeling

13. Januar 2010
Neuerungen bei der Trichinenschau, Aktuelle Infos I

Die bisher veröffentlichte, nicht praktikabele Neuregelung (s. u.) wird nach derzeitigem Informationsstand seitens der Region Hannover überdacht. Es ist beabsichtigt, zu der Annahmestelle im Regionsgebäude noch weitere Annahmestellen in der Region Hannover einzurichten. In der Regel werden dies Tierärzte sein, die schon bisher die Untersuchungen durchgeführt haben.

Für den Bereich der Jägerschaft Springe war bisher keine zusätzliche Annahmestelle -weder im Stadtgebiet Springe noch im Stadtgebiet Pattensen- geplant. Dies ist vom Vorstand sofort reklamiert worden. Mündlich konnten wir von der Region die Information erhalten, dass bezüglich der Aufnahme einer zusätzlichen Annahmestelle für unseren Bereich keine Hinderungsgründe gesehen werden.

Sobald die Stellen eingerichtet sind und die entsprechenden Abläufe geklärt sind, werden wir weitere Nachricht erhalten und unverzüglich hier veröffentlichen.

Reinhard Ebeling

18. Dezember 2009
Neuerungen bei der Trichinenschau

Völlig überraschend und kurzfristig hat die Region Hannover uns Jägern das Weihnachtsfest verdorben. Hintergrund: Ab 16.12.2009 gibt es in der Region Hannover nur noch eine zentrale Trichinenuntersuchungsstelle. Daraus resultiert ein geändertes Verfahren für Trichinenuntersuchungen, übrigens nicht nur für Wildschweine, sondern auch für Hausschweine. Warum allerdings sogenannte Hausschlachtungen von der Neuregelung ausgenommen werden, konnte auch auf Nachfrage seitens der Region nicht befriedigend beantwortet werden.

Die Probenentnahme bei Wildschweinen kann -sofern der Jagdausübungsberechtigte eine Genehmigung zur Entnahme von Trichinenproben besitzt- wie bisher durch ihn selbst erfolgen. Die entsprechenden Regularien (Wildursprungsschein und Wildursprungsmarke) sind dabei selbstverständlich zu beachten. Wer bisher noch keine Genehmigung beantragt und erhalten hat, kann diese bei der Region Hannover gegen Gebühr beantragen. Alternativ kann die Probenentnahme auch durch den amtlichen Tierarzt erfolgen.

Im nächsten Schritt ist die Probe in sehr Arbeitnehmer-unfreundlichen Zeiträumen (Mo., Di. und Fr. von 09.00 Uhr - 12.00 Uhr) im Regionsgebäude in Hannover abzugeben. Hier ist dann auch die Gebühr bar in die Regionskasse einzuzahlen. Sparen Sie sich also für die Probentransporte am besten einige Tage Urlaub auf.

Besonders ärgerlich: Das seit Jahrzehnten funktionierende System der Untersuchung durch akkreditierte, heimische Tierärzte wurde ohne Not abgeschafft, denn eine Umsetzung der ursächlichen EU-Verordnung hätte erst bis zum 31.12.2012 erfolgen müssen. Nach Informationen des Verfassers haben andere Landkreise von dieser Übergangsfrist Gebrauch gemacht. Warum dies in der Region anders gehandhabt wurde, kann mit dem derzeitigen Informationsstand nicht nachvollzogen werden.

Auch erschließt sich nicht, warum die Jägerschaft nicht bereits früher in den Prozess einbezogen wurde, obwohl die Sache schon seit Februar 2009 behandelt wurde. Möglicherweise hätte man gemeinsam auch andere Ideen entwickeln und umsetzen können. Beispielsweise hätte man darüber nachdenken können, wie man die Finanzierung der für die Akkreditierung weiterer Untersuchungsstellen anfallenden, hohen Kosten (denn im Kern geht es der Region Hannover natürlich ums Geld) gestalten kann. Diese Chance hat die Region -warum auch immer- nicht genutzt.

Im jagdlichen Umland wird über die Neuregelung bereits eifrig diskutiert und gespottet. Nachzulesen unter www.landlive.de/boards/thread/17644/page/1/ oder unter feedproxy.google.com/~r/Hunsrueckwilderer/~3/m09rxoW7Gyk/posse-um-trichinenschau-in-der-region.html

Abschließend eine dringende Bitte: So unangenehm und anscheinend auch unnötig die Neuregelung -zumindest zum jetzigen Zeitpunkt- auch ist, kann das für uns Jäger auch künftig kein Grund sein, auf die Untersuchung erlegten Schwarzwildes zu verzichten. Wenn Sie sich zum Schuss auf Schwarzwild entschließen, dann sind Sie auch verpflichtet, das Wild untersuchen zu lassen. Bitte kommen Sie dieser Verpflichtung auch weiterhin gewissenhaft nach.

Die Jägerschaft wird Sie in dieser Sache weiter informiert halten. Bei Bedarf mailen Sie uns bitte. Wir senden Ihnen das Infoblatt der Region Hannover dann gern zu.

Reinhard Ebeling