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07. Dezember 2011
Kooperationsvereinbarung Wolf

Am 01.12.2011 haben im Rahmen der Austellung Pferd & Jagd Umweltminister Sander und LJN-Präsident Dammann-Tamke eine Kooperationsvereinbarung zum Wolf zwischen dem Land Niedersachsen und der Landesjägerschaft Niedersachsen unterschrieben.

Weitere Infos finden Sie hier.

Reinhard Ebeling

17. Juni 2011
Hartwig Fischer neuer Präsident der Jäger

- Niedersächsischer Bundestagsabgeordneter mit großer Mehrheit gewählt-

Der niedersächsische Bundestagsabgeordnete Hartwig Fischer ist heute auf dem Bundesjägertag im rheinland-pfälzischen Frankenthal mit 187 zu 55 Stimmen bei zwei ungültigen Stimmen zum neuen Präsidenten des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) gewählt worden. Der 62-jährige - auf den rund 77 Prozent der Stimmen entfielen - tritt damit die Nachfolge von Jochen Borchert an, der nach acht Jahren aus Altersgründen nicht mehr kandidiert hatte. Mit Hartwig Fischer und dem Präsidenten des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein, Dr. Klaus-Hinnerk Baasch hatten sich erstmals in der Geschichte des DJV zwei Kandidaten den Delegierten zur Wahl gestellt.

"Ich danke den Delegierten für den großen Vertrauensbeweis und werde mich unabhängig von Parteiinteressen mit vollem Einsatz in den Dienst des Verbandes stellen", so der neue Präsident. "Eines meiner Ziele ist es, dass wir nicht nur die Politik für unsere Anliegen gewinnen, sondern auch die Öffentlichkeit. Dafür ist es unerlässlich, dass die Jägerschaft in Deutschland wieder mit einer Stimme spricht."

Der gelernte Einzelhandelskaufmann Hartwig Fischer gehört seit 2002 der CDU-Fraktion des Deutschen Bundestages an. Der ausgewiesene Afrikaexperte ist unter anderem Vorstandsmitglied der Deutschen Afrika-Stiftung e.V. und von CARE International Deutschland e.V. Seit 1965 besitzt er den Jagdschein und ist Mitglied der Jägerschaft Göttingen.

Neben dem Posten des DJV-Präsidenten wurden noch weitere Ehrenämter für die nächsten vier Jahre vergeben. Neuer Schatzmeisters wurde einstimmig Kurt-Alexander Michael (Präsident LJV Rheinland-Pfalz). Mit großer Mehrheit wurden Dr. Wolfgang Bethe (Präsident LJV Brandenburg), Dr. Volker Böhning (Präsident LJV Mecklenburg-Vorpommern) und Dr. Hermann Hallermann (Vizepräsident LJV Nordrhein-Westfalen) zu neuen Vizepräsidenten des Verbandes gewählt.
 
Reinhard Ebeling, Quelle: DJV-Pressemitteilung

Juni 2011
Niedersächsisches Hundegesetz beschlossen

In konsequenter Fortführung des populistischen Regulierungswahns deutscher Politiker haben jetzt die niedersächsischen Landtags-Poltiker Ende Mai 2011 das neue Gesetz beschlossen (Wohl dem Bundesland, in dem sich die Politiker nicht mit dringenderen Problemen plagen müssen). Die Veröffentlichung des Gesetzestextes liegt bisher nicht vor. Wir informieren Sie, sobald dies erfolgt ist.

Ungeachtet der Veröffentlichung tritt das Gesetz bereits am 1. Juli 2011 in Kraft. Es gilt also, schnell zu handeln, wenn entsprechender Bedarf besteht (z. B. Chip, Haftpflicht-Versicherung). Bei dem Kooperationspartner der LJN, der VGH, sind übrigens z. Zt. unverändert bis zu drei entsprechende Jagdhunde in der Jagdhaftpflicht-Versicherung kostenlos mitversichert. Für den Fall, dass Ihr Hund die Voraussetzungen nicht erfüllt, gibt´s dort eine Hunde-Haftpflicht-Versicherung schon ab einem Jahresbeitrag von € 49,90. Über einen Nachlass für LJN-Mitglieder (wie in der Jagdhaftpflicht-Versicherung) laufen derzeit Gespräche mit der VGH.

Die Landesjägerschaft hat alle Vorsitzenden angeschrieben und eine Zusammenstellung des zuständigen Landes-Ministeriums der wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen Hundegesetz zugesandt. Diese können Sie bei Interesse hier nachlesen.

Zahlreiche weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie natürlich auch im Internet, z. B. hier.

Reinhard Ebeling

April 2011
Bergung und Entsorgung von Unfallwild von Verkehrswegen

Nachdem die mit der Region Hannover bestehende Absprache zum 31.03.2011 ausgelaufen ist, haben die Vorsitzenden der Regions-Jägerschaften und die Region Hannover die bisherigen Erfahrungen ausgewertet. 

Beide Seiten sind mit der Zusammenarbeit im vergangenen Jahr sehr zufrieden und wünschen eine Fortsetzung. Dies wurde dem Vorstand unserer Jägerschaft auch von mehreren Inhabern besonders unfallträchtiger Reviere bestätigt.

Zwar gibt es im Abstimmungsprozess mit der Region noch wenige ungeklärte Detailfragen, um keine ungeregelten Zeiträume entstehen zu lassen, haben wir uns jedoch darauf verständigt, die bisherige Handhabung zunächst weiter laufen zu lassen. Einzige Modifikation zum Vorjahr: Der Pauschalbetrag (Bergungs- und Entsorgungspauschale) wird für Wildunfälle ab 01.04.2011 um € 15,00 erhöht. 

Der Vorstand hofft, dass weiterhin fast alle Revierinhaber auf der Basis der Ihnen bekannten Rahmenbedingungen (nachzulesen im Archiv 2010) mitmachen. Es ist davon auszugehen, dass die Region nur bei nahezu flächendeckender Anwendung ein Interesse an einer Fortsetzung hat.

Hier können Sie bei Bedarf den Vordruck downloaden, den Sie zur späteren Rechnungsstellung an die Straßenmeistereien benötigen. Ebenso können Sie bei Verfahrensfragen hier nachlesen oder sich selbstverständlich auch an Ihren zuständigen Hegeringleiter oder den Vorsitzenden wenden.

Die für die Bundes- und Landesstraßen im Stadtgebiet Springe zuständige Straßenmeisterei in Wennigsen wird künftig ebenfalls den erhöhten Satz (allerdings wie bisher nur für Schalenwild) vergüten. Alle weiteren Wildarten, die verkehrsbedingt als Fallwild auf Landes- und Bundesstrassen bzw. im Straßenseitenraum gefunden und gemeldet werden, birgt und entsorgt die Straßenmeisterei Wennigsen in eigener Regie. Unsere Empfehlung: Weisen Sie in solchen Fällen die Polizei oder denjenigen, der Sie benachrichtigt, auf die Zuständigkeit der SM Wennigsen (Tel. 05103/9295-0) hin und werden Sie nicht selbst tätig. Lassen Sie sich auch nicht durch die SM Wennigsen beauftragen, Unfallwild zu bergen und zu entsorgen. Daraus entstehen möglicherweise Pflichten, bei deren Verletzung Sie evtl. haftbar gemacht werden könnten. Wenn Sie tätig werden, dann weiterhin nur freiwillig, ohne Verpflichtung.

Mit der für das Stadtgebiet Pattensen zuständigen Straßenmeisterei in Sarstedt war eine solche Regelung bisher leider nicht zu erreichen. Hier sollten Sie also grundsätzlich alles Wild durch die Straßenmeisterei selbst bergen und entsorgen lassen.

Reinhard Ebeling

März 2011
Die Basis soll entscheiden

- Zwei Präsidentschaftskandidaten stellen sich den Delegierten zur Wahl -

Die Entscheidungskraft der Delegierten stärken: Dafür hat sich das amtierende DJV-Präsidium auf seiner Februar-Sitzung in Dresden ausgesprochen. Mit Dr. Klaus-Hinnerk Baasch (Präsident LJV-Schleswig-Holstein) und Hartwig Fischer, MdB (vorgeschlagen von der Landesjägerschaft Niedersachsen), stellen sich erstmals in der DJV-Geschichte zwei Kandidaten für das Amt des DJV-Präsidenten zur Wahl. Das Präsidium wird keine Empfehlung für die Nachfolge von Jochen Borchert aussprechen und berücksichtigt dabei die reformierte DJV-Satzung. Demnach können aus den Reihen der LJV noch bis zum Bundesjägertag weitere Kandidaten vorgeschlagen werden.

Wahlberechtigt sind rund 250 Delegierte aus den 15 LJV, die dem Dachverband angehören. Zusammen bilden sie die Delegiertenversammlung, das höchste Gremium im DJV. Mit ihrem Votum werden sie Mitte Juni auf dem Bundesjägertag im rheinland-pfälzischen Frankenthal über die künftige Zusammensetzung des DJV-Präsidiums entscheiden.

Neben dem Posten des DJV-Präsidenten werden noch weitere Ehrenämter vergeben. Für das Amt des Schatzmeisters wird Kurt-Alexander Michael (Präsident LJV Rheinland-Pfalz) kandidieren. Das Amt eines DJV-Vizepräsidenten streben an: Dr. Wolfgang Bethe (Präsident LJV Brandenburg), Dr. Volker Böhning (Präsident LJV Mecklenburg-Vorpommern), Dr. Hermann Hallermann (Vizepräsident LJV Nordrhein-Westfalen), Steffen Liebig (Präsident LJV Thüringen).

Reinhard Ebeling, Quelle: DJV-Pressemitteilung

März 2011
Wolf soll ins sächsische Jagdrecht

- DJV-Präsidium unterstützt Bemühungen des LJV Sachsen -

Auf seiner Sitzung in Sachsen Anfang Februar hat das DJV-Präsidium zahlreiche Gespräche mit Vertretern aus Wissenschaft, Jägerschaft und Politik zum Thema Wolf geführt. Staatsminister Frank Kupfer erörterte, dass der Wolf im Zuge der anstehenden Jagdgesetznovelle ins Jagdrecht übernommen werden solle. Der Wolf sei und bleibe eine über das Naturschutzrecht streng geschützte Art, auch wenn er darüber hinaus über das Jagdrecht geschützt ist, so Kupfer.

Das DJV-Präsidium begrüßt diese Initiative und unterstützt den LJV Sachsen bei seinen Bemühungen, den Wolf unter den Schutz und die Hege des Jagdrechts zu stellen. In Sachsen ist der Wolf wieder heimisch geworden und inzwischen mit mindestens fünf Rudeln vertreten. DJV-Präsident Borchert stellte klar: "Das Jagdrecht ist ein effektives Schutzrecht, Vergehen werden sogar strenger bestraft als im Naturschutzrecht. Es geht nicht darum, den Wolf zu bejagen, sondern die Jäger in das wissenschaftliche Monitoring als gleichberechtigte Partner einzubeziehen und so mehr qualifizierte Daten über den Wolf zu erhalten."

"Sachsens Jäger wollen und können mehr Verantwortung übernehmen", betonte LJV-Präsident Knut Falkenberg. Es sei an der Zeit, die flächendeckende Präsenz der Jäger und deren Wissen stärker zu nutzen. Das steigere auch die Akzeptanz in der Jägerschaft für den Wolf. "Sachsens Jäger werden den Beweis antreten, dass Waidmänner verantwortungsvolle Naturschützer sind", sagte LJV-Präsident Knut Falkenberg.

Reinhard Ebeling, Quelle: DJV-Pressemitteilung