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28. Juni 2012
Urteil des EGMR zur Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat in seinem gestern verkündeten Urteil entschieden, dass im Fall eines Grundstückseigentümers und Jagdgegners aus Rheinland-Pfalz die Europäische Menschenrechtskonvention verletzt wurde (Herrmann gg. Deutschland, Nr. 9300/07).

Anders als noch die kleine Kammer des Gerichtshofs in ihrem Urteil vom 20. Januar 2011 im gleichen Verfahren, entschied nun die Große Kammer, dass mit der gesetzlichen Mitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft das Grundrecht auf Schutz des Eigentums verletzt wurde.

DJV-Präsident Hartwig Fischer bedauerte die Entscheidung, betont aber auch, dass der EGMR (wie schon in seinen bisherigen Entscheidungen aus den Jahren 1999 und 2007) die Notwendigkeit der grundstücksübergreifenden Jagd anerkannt hat. Der Gerichtshof hat das Reviersystem mit der Hegeverpflichtung und dem Prinzip der flächendeckenden Bejagung nicht grundsätzlich für unvereinbar mit der Menschenrechtskonvention erklärt.

Wie geht es nun weiter? Was bedeutet dieses Urteil für die jagdliche Praxis in Deutschland? Lesen Sie nach auf den Seiten der LJN und des DJV.

Die komplette Pressemitteilung des DJV sowie weitere aktuelle Informationen zum Thema finden Sie auf der Internetseite des Deutschen Jagdschutzverbandes.

Reinhard Ebeling, Quelle: LJN

28. Juni 2012
Zwei Wölfe in der Lüneburger Heide

Vermutet worden war es schon seit einigen Monaten, aber nun gibt es ein Beweisfoto: Auf dem Truppenübungsplatz Munster-Nord halten sich zwei Wölfe auf. „Das ist eine schöne Nachricht", sagte Stefan Birkner, niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, am Donnerstag in Hannover. Buchstäblich in die Fotofalle von Wolfsberater Helge John getappt sind die beiden Wölfe am 16. Juni 2012. Weitere Informationen finden Sie hier.

Reinhard Ebeling, Quelle: LJN

21. Mai 2012
Neue Jägerprüfungs-Verordnung in Kraft

Mit der Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Jäger- und die Falknerprüfung vom 18.04.2012 wurden einige gravierende Änderungen beschlossen. Neu ist u. a, dass jetzt auch Prüfungsbedingungen auf den laufenden Keiler erfüllt werden müssen. Den kompletten Text der Verordnung vom 30.08.2005 sowie der Verordnung zur Änderung der Verordnung vom 18.04.2012 finden Sie durch Anklicken der beiden o. a. Links.

Reinhard Ebeling, Quelle: LJN

14. Mai 2012
Landesjägertag 2012 - Artenvielfalt als Themenschwerpunkt

Mit der Verabschiedung der Einbecker Erklärung für mehr Vielfalt in der Agrarlandschaft und der gefassten Empfehlung, zukünftig freiwillig auf die Bejagung des Rebhuhns zu verzichten,  hat die Mitgliederversammlung der Landesjägerschaft Niedersachsen auf dem Landesjägertag 2012 in Einbeck zwei wegweisende Entscheidungen getroffen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Reinhard Ebeling, Quelle: LJN

14. Mai 2012
Landesjägertag 2012 - Neues Präsidium gewählt

Am Freitag, den 04. Mai. 2012 fand in Einbeck der diesjährige Landesjägertag statt.  Am Nachmittag wählten die Delegierten auf der Mitgliederversammlung auch ein neues Präsidium. Weitere informationen finden Sie hier.

Reinhard Ebeling, Quelle: LJN

14. Mai 2012
Mustervereinbarung "Wildfolge" aufgelegt

Die Landesjägerschaft Niedersachsen hat einen Mustertext für eine Wildfolgevereinabrung erstellt. Neben der Mustervereinbarung selbst, die direkt am Computer ausgefüllt werden kann gibt es einen erläuternden Text zu der Vereinbarung. Weitere Informationen finden Sie hier.

Reinhard Ebeling, Quelle: LJN

14. Mai 2012
Waffenverwaltungsvorschrift in Kraft getreten

Die Waffenverwaltungsvorschrift („Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz“ – kurz WaffVwV) trat am 23. März 2012 in Kraft. Ziel ist ein einheitlicher Vollzug des Waffengesetzes. Das Waffenrecht ist Bundesrecht, wird aber von den Behörden der Bundesländer vollzogen. Die Verwaltungsvorschrift gibt nun den Behörden eine verbindliche Richtschnur vor.

Damit ist laut DJV ein großer Schritt zum einheitlichen Vollzug des Waffengesetzes getan. Eine gewisse Unsicherheit im Einzelfall bleibt aber. Zur vorübergehenden Verwahrung von Waffen auf Reisen sagt die WaffVwV beispielsweise: „Welche Vorkehrungen konkret zu treffen sind, ist abhängig vom Einzelfall und vom verantwortungsbewussten Waffenbesitzer in der jeweiligen Situation abzuwägen.“ Mit einer Waffe sollte deshalb laut DJV immer so sicher umgegangen werden, wie dies mit vertretbarem Aufwand möglich ist – auch wenn das Waffengesetz und die Verwaltungsvorschrift einen niedrigeren Sicherheitsstandard fordern.

Die WaffVwV enthält viele sinnvolle Konkretisierungen und Klarstellungen, für die sich der DJV im Vorfeld erfolgreich stark gemacht hat. Die wichtigsten Neuerungen im Einzelnen:

  • Transport im Auto: Die Waffe muss nicht zwingend in einem verschlossenen Behältnis transportiert werden, sondern darf lediglich „nicht zugriffsbereit“ sein. Das heißt: Sie darf bei einem Transport in einem unverschlossenen Behältnis nicht innerhalb von drei Sekunden mit weniger als drei Handgriffen in Anschlag gebracht werden können. Dennoch empfiehlt der DJV den Transport im verschlossenen Behältnis – denn dann ist die Waffe in jedem Fall „nicht zugriffsbereit“.
  • Führen im Zusammenhang mit der Jagd (also auf dem Weg ins Revier): auf dem Weg ins Revier sind kleine Abstecher – etwa zur Post – erlaubt.
  • vorübergehende Aufbewahrung auf Reisen: Waffe und Munition müssen nicht zwingend im Waffenschrank verwahrt werden. Bei Reisen kann es ausreichen, die Waffe im verschlossenen Kleiderschrank im Hotelzimmer zu verwahren oder ein wesentliches Teil – etwa den Verschluss oder Vorderschaft – zu entfernen. Der DJV empfiehlt, mehrere Maßnahmen zu kombinieren, etwa das Einschließen im Schrank und zusätzlich das Entfernen des Verschlusses.

Der DJV kritisiert, dass die Waffenverwaltungsvorschrift neben sinnvollen Regelungen auch strittige Bestimmungen enthält, vor allem was die Vorschriften zur Waffenaufbewahrung und der Kontrolle dieser Maßnahmen durch die Behörden betrifft. Mit diesen wird laut DJV die verfassungswidrige Praxis mancher Waffenbehörden zementiert. Der DJV strebt in einem Verfahren in Hamburg eine gerichtliche Überprüfung dieser Praxis an.

Der vollständige Text der Waffenverwaltungsvorschrift wird unter www.jagdnetz.de veröffentlicht und den Landesjagdverbänden zur Verfügung gestellt, sobald die elektronische Fassung verfügbar ist.

Reinhard Ebeling, Quelle: DJV

25. April 2012
Newsletter der Landesjägerschaft Niedersachsen

Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. bietet als neuen Service für ihre Mitglieder einen so genannten Newsletter an. Dieser soll die Möglichkeit bieten, kurzfristig über aktuelle Ereignisse informieren zu können. Voraussetzung für die Anmeldung zum Newsletter ist die LJN-Mitgliedsnummer. Hier gelangen Sie zur Anmeldung.

Übrigens: Ebenso einfach ist die Anmeldung zum Newsletter des DJV. Hier gelangen Sie zur Anmeldemaske.

Melden Sie sich doch bald an. So verpassen Sie auf keinen Fall wichtige Neuigkeiten. Außerdem ermöglicht Ihnen Ihre Registrierung uneingeschränkten Zugang zu zahlreichen Downloads, etc. Also: Nichts wie ´ran an die Anmeldung.

Reinhard Ebeling

25. April 2012
Wolf-Schütze ist Jäger aus dem Raum Köln

Den mutmaßlichen (Gen-Tests dauern noch an) Wolf aus dem Westerwald hat ein 71jähriger Jger aus dem Raum Köln erschossen. Er hielt das Tier für einen wildernden Hund.

Wenn die Tests abgeschlossen sind und es sich wirklich um einen Wolf handelt, dann dürfte den Jäger eine empfindliche Strafe erwarten.

Reinhard Ebeling, Quelle: DJV

25. April 2012
Muster-Wildfolgevereinbarung - speziell für Niedersachsen

Wildfolge! Eine schwierige Materie. Und gerade hierbei kann es zu unangenehmen Auseinandersetzungen mit dem Reviernachbarn kommen, wenn nicht alles richtig gemacht wird. Deshalb ist der Abschluss von Wildfolgevereinbarungen unbedingt zu empfehlen.

Die Landesjägerschaft Niedersachsen hat jetzt eine Muster-Vereinbarung ins Internet gestellt, die Sie hier abrufen können.

Reinhard Ebeling

14. April 2012
Wildunfälle auf Landes- und Bundesstraßen

Die Straßenmeisterei Wennigsen bittet die Revierinhaber, künftig nur noch den neuen Vordruck für Erstattungsanträge einzusetzen.

Bitte beachten Sie besonders die Hinweise am Ende des Vordruckes, damit es später nicht zu Unstimmigkeiten kommt..

Reinhard Ebeling

21. März 2012
Geplante Bremer Waffensteuer ist vom Tisch

Offenbar gibt es noch vernünftig Denkende in Bremen. Die drohende Waffensteuer ist jetzt vom Tisch.

Doch: Es droht neues Ungemach. Nun will Bremen Gebühren für die Kontrolle der Waffenaufbewahrung einführen. Lesen Sie hier mehr zu den Versuchen, irgendwie Geld in die klammen Kassen zu bekommen.

Reinhard Ebeling

2. Februar 2012
Niedersächsische Erklärung zu Wald und Wild

Eine gemeinsame Erklärung wurde jetzt von Verbänden in Niedersachsen unterzeichnet. Danach heißt es jetzt wieder Wald & Wild und nicht mehr Wald vor Wild.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Reinhard Ebeling